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Wenn das Pferd älter wird!

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Wenn das Pferd älter wird!

Pferde werden wie wir Menschen heute deutlich älter als früher. Somit nehmen auch die altersbedingten Erkrankungen und Probleme zu. Aber ab wann ist ein Pferd alt? Einen genauen Zeitpunkt kann man dafür nicht festlegen. Genauso wie bei Menschen altern manche Pferde schneller als andere oder zeigen Gesundheitsprobleme eher auf als das gleichaltrige Artgenossen machen.

Das „Altern“ beginnt eigentlich von Anfang an, denn sowohl der als „positiv“ bewertete Reifungsprozess in der Jugend als auch die negativ gesehenen degenerativen Erscheinungen bei alten Pferden gehören zum Alterungsprozess. Doch wenn ein Pferd immer angepasst bewegt, gehalten und ernährt wurde kann dieser Verlauf positiv beeinflusst werden. So kann ein „Rentner“ noch genauso fit sein wie ein jüngerer Artgenosse. Dennoch sollten Sie dabei immer beachten, dass ein Pferd zwar äußerlich jung wirken kann, dennoch sind häufig innere Organe vom Alterungsprozess betroffen. Eine an ältere Pferde angepasste Fütterung wird daher empfohlen. Ab wann genau das Futter umgestellt werden sollte, obliegt Ihrem Beobachtungsvermögen. Wenn Sie feststellen, dass Ihr Vierbeiner immer länger zum Fressen braucht, Futter im Trog lässt oder die Pferdeäpfel langfasrige Strukturen und vermehrt unverdautes Futter enthalten, spricht dies für ein schlechtere Umsetzung des Futters im Verdauungstrakt. Die ersten Faktoren spielen dabei meist die Zähne. Während die Zähne bei jungen Pferden kontinuierlich nachwachsen und durch rohfaserreiches Futter abgerieben werden, lässt dies bei älteren Pferden immer weiter nach. Irgendwann sind oft nur noch kleine Zahnstummel oder gar keine Zähne mehr vorhanden. Dies hat zur Folge, dass das Futter nicht mehr ausreichend zerkleinert werden kann, die Pferde dadurch nicht richtig einspeicheln und zu grobe Futterbestandteile abschlucken. Im Verdauungstrakt gehen die Probleme dann weiter. Das zu grobe Futter kann zu Schlundverstopfungen oder Koliken führen und auch der zu geringe Speichelfluss hat oft eine Übersäuerung des Magendarmtraktes zur Folge.