Der Herbst ist da: Eine Herausforderung für das Immunsystem!

Im Herbst kommen viele neue Belastungen auf die Pferde zu. Die Weidesaison neigt sich dem Ende zu und es heißt wieder ab in die Box. Dort ist es dunkler und die frische Luft ist deutlich geringer als auf der Weide. Noch dazu kommen die relativ schlechte Einstreuqualität in diesem Jahr und der bevorstehende Fellwechsel. All diese Faktoren belasten das Immunsystem der Pferde! Das Immunsystem? Was ist das eigentlich? Dabei handelt es sich um ein körpereigenes Abwehrsystem zum Schutz vor Erkrankungen. Es umfasst Organe, Zellen und Eiweißkörper, deren Funktion in der Abwehr von körperfremden Strukturen besteht. Jede Substanz, die eine Immunreaktion hervorruft wird als Antigen bezeichnet. Antigene können ganz unterschiedliche Strukturen haben, wie z. B. Toxine von Pilzen, synthetische Substanzen, organische Stäube etc. Eine der wichtigsten Aufgaben des Immunsystems ist die Unterscheidung zwischen körpereigenen und fremden sowie harmlosen und schädlichen Substanzen, die dann bekämpft werden müssen. Das Immunsystem ist dabei sehr lernfähig. Kommt es zu einer dauerhaften Belastung durch eigentlich unschädliche Stoffe, kann irgendwann trotzdem eine Immunabwehr entstehen. Oft äußert sich dies in Form von einer Allergie. Demnach teilt sich das Immunsystem in zwei Bereiche auf. Zum einen in das erworbene, adaptive Immunsystem und zum anderen in das angeborene, nicht adaptive Immunsystem. Das angeborene Abwehrsystem reagiert im Gegensatz zu dem erworbenen sofort. Jedoch bildet es kein immunologisches Gedächtnis und dient zur Bekämpfung von Infektionen sowie zur Aktivierung des erworbenen Immunsystems.