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Der Herbst und seine Tücken

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Der Herbst und seine Tücken

Die Tage werden kürzer, die Sonnentage weniger. Dafür sinken die Temperaturen, es regnet häufiger, die Blätter der Bäume verfärben sich und fallen schließlich ab. Der Herbst ist da.

Aber was bedeutet der Herbst für unsere Pferde? Vor welchen Herausforderungen stehen sie? Wieso besteht eine erhöhte Infektionsanfälligkeit und wie kann man ihr begegnen? Welchen Einfluss haben Haltung, Fütterung und Nutzung?

Während des Übergangs von Sommer zu Winter durchläuft der Organismus des Pferdes verschiedene Anpassungsvorgänge. So ist er in freier Wildbahn perfekt auf Kälte, Dunkelheit und knappes Nahrungsangebot vorbereitet. Zu diesen Prozessen zählen der Fellwechsel, das Erliegen der Reproduktionsmechanismen der Stute, eine Erhöhung des Körperfettanteils zur Isolation und als Energiespeicher, während das Nahrungsangebot gering ist und anhaltende Wetterwechsel (mehr Nässe und Kälte; tags mild und im Verhältnis nachts schon sehr kühl). Aber auch menschengemachte Hürden machen den Herbst zu einer Herausforderung für das Pferd. Die Weidezeit wird beendet und dadurch ändert sich vieles:

  • die Pferde verbringen mehr Zeit in den Boxen
  • mehr künstliche als natürliche Lichtquellen
  • die Bewegung auf freien Flächen ist eingeschränkt und dadurch atmen die Pferde weniger frische Luft durch die Lunge
  • die Umstellung von Gras auf anteilig mehr Raufutter (Heu) ist eine Herausforderung für den Darm
  • es wird durch die Schur in die natürliche Thermoregulation des Pferdes eingegriffen

All diese Faktoren haben einen Einfluss auf das Immunsystem des Pferdes. Häufig werden über den Herbst und folgenden Winter vermehrte Verdauungsprobleme, Erkrankungen der Atemwege, Hautprobleme und allgemeine Leistungsminderungen wahrgenommen.

Worauf sollten Sie in dieser Zeit bei der Fütterung achten?

Die Verdauung sollte in dieser Übergangszeit optimal unterstützt werden! Original Pro Balance hilft mit Lebendhefe (Saccharomyces cerevisiae) den Darm im Gleichgewicht zu halten und kann so Fehlgärungen (z.B. Gasbildungen im Darm) vorbeugen. Die Verfütterung von Mash hilft, die gesamte Verdauung in Schwung zu halten. Unser Original Pur.Mash bildet durch Flohsamen, Leinsaat und Pektine eine schützende Schleimschicht im gesamten Magen-Darm-Trakt und fördert durch echte Kamille eine natürliche Verdauung. Pur.Mash muss nicht gekocht werden, sondern kann auch mit kaltem oder warmem Wasser angesetzt werden. Bei Pferden mit empfindlicher Verdauung sollte in der Übergangszeit mindestens 2 mal die Woche PUR.MASH gefüttert werden.

Zur Unterstützung der Atemwege empfehlen wir unser Original Höveler KräuterMüsli. Die schmackhafte Rezeptur mit natürlichen Kräutern fördert freies Durchatmen.

Pferde in freier Wildbahn sind sogenannte Steppentiere. Sie leben auf vergleichsweise nährstoffarmen Flächen, bewegen sich langsam und kontinuierlich, nehmen dabei ebenfalls kontinuierlich Nahrung auf und sind immer darauf bedacht Energie zu sparen und nur im Falle einer Gefahrensituation schnell wegzulaufen. Die Lunge der Pferde ist sehr groß und auch aufgrund dessen auf viel frische Luft angewiesen. Das Lungenvolumen beträgt je nach Größe des Pferdes 40-55 l, wobei in Ruhe nur etwa 14% des gesamten Lungenvolumens belüftet werden. Unter Belastung können bis zu 20-25 l extra aspiriert werden. Das macht die Lunge des Pferdes sowohl zu einem erstaunlichen Organ, andererseits auch extrem anfällig gegenüber Infektionen. Gerade im Vergleich zu anderen Säugetieren sind Pferdelungen sehr empfindlich und auf eine gute Luftqualität angewiesen. Staub, Schimmelpilzsporen, Bakterien und Viren gefährden den Atmungstrakt des Pferdes mehr als den anderer Lebewesen. Dabei sind besonders häufig Bereiche der Lunge betroffen, die wenig belüftet werden und so ist auch das Abhusten und damit die Elimination der Erreger erschwert. Im schlimmsten Falle entwickeln sich so chronische Erkrankungen der Atemwege, wie die Chronisch obstruktive Bronchitis (COB), bei der die Bronchien sich dauerhaft verengen. Ist im Herbst das Immunsystem aufgrund des Fellwechsels zusätzlich auf Höchstleistung, so kann eine unpassende Nährstoffversorgung die Gefahr einer Erkrankung erhöhen.

Auch Wetterumschwüngen an sich wird in den letzten Jahren mehr Bedeutung bei der Ursachensuche für Koliken und andere Verdauungsbeschwerden beigemessen. Obwohl hier die Mechanismen nicht gänzlich geklärt sind, geht man davon aus, dass das Wetter durchaus ein disponierender Faktor ist.
Eine weitere menschengemachte Komplikation während des Herbstes ist die relativ schnelle Umstellung der Fütterung beim Aufstallen, bzw. wenn die Weiden geschlossen werden. Während die Pferde während der Sommermonate meist weniger Raufutter (Heu) und dafür mehr Gras aufgenommen haben, werden sie jetzt wieder vermehrt mit Heu gefüttert. Diese Umstellung kann den empfindlichen Magen-Darm-Trakt des Pferdes belasten.

Mit der Fütterungsumstellung einher geht auch der verlängerte Aufenthalt in der Box. Dies kann zum einen Erkrankungen der Atemwege (siehe oben) zur Folge haben, aber auch die verminderte Bewegung als solches stellt für Pferde, die in der freien Wildbahn den größten Teil des Tages mit langsamer Fortbewegung verbringen, eine Herausforderung dar. Das Stehen auf feuchtem Einstreu kann außerdem die Hufqualität negativ beeinflussen und zum Auftreten von Mauke führen.

Mauke ist meist eine multifaktorielle Erkrankung. Da während des Fellwechsels ein erhöhter Bedarf an Mineralstoffen und besonders Zink besteht, neigen Pferde dazu, hier einem Mangel ausgesetzt zu sein. Ein Zinkmangel wiederum macht Pferde anfälliger für Hautinfektionen. Die Hautbarriere ist so geschwächt und Infektionserreger haben leichtes Spiel.

Eine weitere menschengemachte Hürde ist das Scheren und Eindecken der Pferde. Damit Pferde auch während des Winters gearbeitet werden können, werden sie häufig geschoren. Jedoch beeinflussen sowohl die Schur als auch das Eindecken selbst die natürliche Thermoregulation des Pferdes und dies wirkt zunächst irritierend auf das Immunsystem.

Um diese Zeit dem Pferd so leicht wie möglich zu machen, können Sie es über das richtige Futter unterstützen!