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Heu - Fluch und Segen der modernen Pferdehaltung

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Heu - Fluch und Segen der modernen Pferdehaltung/Fütterung Teil 3

Bedarfsgerechte Raufuttergabe bei der aktuellen Witterung

Raufutter ist der Grundbaustein für jede Pferdefütterung!  Dabei ist die Quantität genauso wichtig wie die Qualität! Bei den momentanen Witterungsbedingungen und  Temperaturen von über 30°C in ganz Deutschland ist es besonders wichtig die Pferde in ihrer Raufutteraufnahme zu unterstützen. Da die Weiden abgegrast, vertrocknet oder gar verbrannt sind, können diese keine ausreichende Futtergrundlage bieten. Auch die Heuvorräte neigen sich mancherorts bereits dem Ende zu. Daher erklären wir im folgenden Text, wie Sie Ihrem Pferd auch bei schweren Witterungsverhältnissen eine bedarfsgerechte Raufutterversorgung gewährleisten können.

Der tägliche Bedarf an Heu wurde bereits in Teil 1 und 2 angesprochen (mindestens 1,5 kg pro 100 kg Lebendmasse am Tag). Bei nicht ausreichender Verfügbarkeit kann und sollte dem Pferd auf anderem Wege Struktur gefüttert werden.

Warum ist eine ausreichende Quantität von Heu so wichtig? Fangen wir im Maul des Pferdes an: bei einer zu geringen Kauintensität können sich verstärkt Haken an den Backenzähnen bilden. Dies bereitet den Pferden Schmerzen und schränkt sie in ihrem Fressverhalten ein, was wiederum zu einer geringeren Futteraufnahme führen kann. Das Kauen der Pferde regt den Speichelfluss an, dabei gilt je mehr gekaut wird, desto mehr Speichel wird produziert. Dies ist wichtig für die Magengesundheit, denn Pferdespeichel beinhaltet Mineralstoffe und  Bikarbonate, welche die Magensäure im ersten Teil des Magens neutralisieren. Des Weiteren führt eine zu geringe Kautätigkeit der Pferde nicht nur zu physischen sondern auch zu psychischen Schäden. Viele Pferde beginnen mangels ausreichender Beschäftigung an Trögen oder Wänden zu nagen. Dies kann nicht nur zu irreparablen Schäden an den Zähnen, sondern auch zu langfristigen Verhaltensstörungen führen. Die Raufutterversorgung hat auch eine wichtige Funktion für den Pferdedarm. Die Mikroorganismen im Blind- und Dickdarm zersetzen unverdaute Nährstoffe aus dem Dünndarm, hier vor Allem die Gerüstsubstanzen von Pflanzen (Heu, Gras, Stroh etc.). Die Aktivität hängt im Wesentlichen sowohl von der Zusammensetzung der unverdauten Komponenten, welche in den Dickdarm gelangen, als auch von der kontinuierlichen Zufuhr ab. Eine quantitativ mangelhafte Fütterung von Heu kann somit zu einer geringen Syntheseleistung der Darmbakterien führen, was zu Nährstoffmängeln, geringer Fresslust, Leistungsschwächen und Verdauungsproblemen wie Kotwasser oder Blähungen führen kann.

Oftmals wird eine mangelnde Heuaufnahme durch zu hohe Mengen an Kraftfutter ersetzt. Dies ist aus den bereits beschriebenen ernährungsphysiologischen Gründen nicht ratsam, da eine optimale Pferdeverdauung nur mit genügend Rohfaser erreicht werden kann. Eine langfristig gesunde Verdauung ist mit einer zu hohen Kraftfuttergabe nicht möglich.

Wenn den Pferden nicht genügend Heu zur Verfügung steht, fressen viele Pferde erhöhte Mengen an Stroh. Da Stroh eine sehr geringe Verdaulichkeit hat, kann es bei zu hoher Aufnahme zu Verstopfungen kommen.

Um Mängel in der Heufütterung in Bezug auf Heuqualität und -quantität auszugleichen, eignen sich zum Beispiel unsere Original Heu Cobs und Original Senior Cobs. Das für unsere Cobs gewonnene Grünfutter wird zum optimalen Schnittzeitpunkt gemäht und sofort weiterverarbeitet. Da sie frei von Schimmel und Reizstaub sind, eignen sie sich sehr gut für Allergiker und Pferde mit Atemwegsbeschwerden. Somit sind die 15 mm Cobs eine hochwertige Aufwertung oder bei Bedarf auch ein Ersatz der Grundfutterration. Zum Einweichen der Original Heu Cobs benötigt man pro Kilogramm 2-3 Liter Wasser. Da die Heu Cobs stark gepresst sind benötigen sie etwa 12 Stunden zum Quellen. Aufgrund eines anderen Pressverfahrens haben die Original Senior Cobs eine Quellzeit von gerade mal 20 Minuten. Das lange Warten im Stall hat somit ein Ende. Durch das zugefügte Leinöl sind die Original Senior Cobs besonders schmackhaft und wirken sich positiv auf Haut und Fell aus. Besonders im Alter sollte auf eine solide Raufütterung geachtet werden, um Verdauungsstörungen vorzubeugen. Doch eines der häufigsten Probleme von Senioren sind zu sehr abgenutzte oder ausgefallene Zähne, sodass eine ausreichende Menge an Raufutter nicht mehr in natürlicher Form aufgenommen werden kann. Auch hier können die Original Senior Cobs zugefüttert werden.

Eine weitere Alternative zur Rohfaseraufwertung ist unsere Orignal Pur.Luzerne. Bei diesem Produkt handelt es sich zu 100% um Ganzpflanzenluzerne, welche in Cobs gepresst wird. Aufgrund des hohen Blattanteils bietet Original Pur.Luzerne eine natürliche Quelle von Nährstoffen und Aminosäuren. Somit eignet sich Original Pur.Luzerne auch sehr gut zum gezielten Muskelaufbau und der Gewichtszunahme. Original Pur.Luzerne sollte ebenfalls eingeweicht verfüttert werden und benötigt nur 20 Minuten zum Quellen.

Als praktisches Produkt zur Raufutterergänzung können wir unsere Original Western PuXX empfehlen. Dieser Strukturergänzer besteht aus Wiesen-Lieschgras und Luzerne in Kombination mit Getreideflocken, Soja und Apfeltrester. Aufgrund der Größe und dem hohen Strukturanteil müssen die Pferde die Original Western PuXX ausgiebig kauen und sind lange beschäftigt. Durch die praktische Form eignen sich Original Western PuXX auch für Turniere oder Wanderritte. Somit sind Original Western PuXX eine Kombination aus Rohfaserergänzer und Muskelaufbauprodukt, abgerundet durch einen geringen Anteil von Getreide zur optimalen Energieversorgung.
Unser Original Western Alfalfa ist ebenfalls ein Produkt aus 100% Ganzpflanzenluzerne und eignet sich somit auch zur Raufutterergänzung. Im Gegenteil zu der Original Pur.Luzerne ist das Western Alfalfa nicht gepresst, sondern reine sonnengetrocknete Luzerne, die dem Pferd als nährstoffreiche Rohfaserergänzung vorgelegt wird. Aufgrund des hohen Blattanteils hat auch unser Original Western Alfalfa einen positiven Einfluss auf den Muskelaufbau und bietet eine schmackhafte Aufwertung zu Heu.

Mit diesen Fütterungsansätzen steht einer bedarfsgerechten Rohfaserfütterung, auch in den heißen Sommermonaten, nichts mehr im Wege!