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Selen (Se) + Vitamin E

Welche Aufgaben haben diese Stoffe, wo liegt der Zusammenhang zwischen beiden und worauf sollte man bei der Supplementierung achten?

Selen ist ein Spurenelement, welches die Aufgabe hat, die Zellmembranen vor Peroxiden zu schützen. Auch Vitamin E trägt zu dieser Aufgabe bei. Während das fettlösliche Vitamin E die Bildung von Peroxiden hemmt (Antioxidans), hat Selen die Aufgabe das Selen-haltige Enzym Glutathionperoxidase (Bestandteil der Peroxide) zu hemmen (MEYER und COENEN 2014). Wie hoch der Bedarf an Selen ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu den nutritiven Faktoren zählen der Vitamin-E-Gehalt, die Fettsäurezusammensetzung sowie der Gehalt an schwefelhaltigen Aminosäuren (FREISMUTH 2004). Ein hoher Vitamin-E-Gehalt im Futter kann also den Selenbedarf senken, während bei einem höheren Gehalt an ungesättigten Fettsäuren sowie bei großen Protein- und Sulfataufnahmen sowohl der Vitamin-E- als auch der Selenbedarf steigt (FREISMUTH 2004). Grundsätzlich ist der Bedarf auch von der Leistung abhängig. So steigt er während der Trächtigkeit, der Laktation (Milchbildung), im Wachstum und bei sportlicher Belastung.

Mangelerscheinungen bestehen bei marginalen subklinischen Unterversorgungen allgemein in einer Schwächung des Immunsystems, wobei die klinischen Symptome meist mild sind und sich schleichend entwickeln. Symptome sind Muskelschmerzen, steifer Gang und Lahmheit. Nach MEYER und COENEN sind eindeutige Mangelerscheinungen nicht bekannt, da der Verlauf meist subklinisch ist. Die am meisten betroffenen Organe sind die Skelettmuskulatur, die Leber und die Fortpflanzungsorgane.

Auch eine Überversorgung mit Selen ist zu vermeiden und die Spanne zwischen einer Über- und einer Unterversorgung ist bei diesem Spurenelement besonders knapp. Bei zu viel Selen wird dies in Stoffwechselprozessen zu Schwefel ausgetauscht, wodurch viele Enzymsysteme massiv gestört werden. Eine Selenvergiftung ist sehr selten, zeigen sich anfänglich Unruhe und Panik, später Apathie, Anorexie, Diarrhoe (Durchfall), Fieber und Muskelschwäche mit Ataxie. Auch starkes Schwitzen, Zittern, Parese (Lähmungserscheinungen) und Dyspnoe (Atemnot) sind beschrieben. Diese Vergiftungserscheinungen können bis hin zu Zyanose (zu wenig Sauerstoff im Blut, dadurch blaue Schleimhäute), Koma und Tod führen.
Man merkt also, dass die Versorgung mit Selen einerseits lebensnotwendig ist und andererseits mit viel Sorgfalt und Bedacht gemanagt werden muss.

Da, wie oben beschrieben, Vitamin E vor allem für den Schutz der Zellen verantwortlich ist, zeigen sich auch auf zellulärer Ebene die ersten Mangelerscheinungen. Besonders die Mitochondrien (die Energiekraftwerke der Zellen) sind hier empfindlich. Bei Selenmangel kann es zu einer Verschlechterung der Energieversorgung der gesamten Zelle kommen. Vitamin E und Selen stehen in enger Verbindung und Abhängigkeit zueinander und auch deshalb kann eine gute Vitamin E Versorgung einen Selenmangel abschwächen.

Da mitteleuropäische Böden generell unter einem Selenmangel leiden, sollte Selen immer über ein geeignetes Mineralfutter ergänzt werden. Unsere Reformin-Reihe gewährleistet dies in besonderem Maße. Reformin war das erste Mineralfutter seiner Art und ist bis heute der Marktführer unter den Mineralfuttern. Dies aus gutem Grunde. Seine Gehalte an Vitamin E und Selen sowie deren Verhältnis zueinander machen es besonders hochwertig.

Bei Pferden, welche sich aufgrund ihrer Nutzung oder aus standortspezifischen Gründen einen erhöhten Bedarf haben, empfehlen wir Equinova Vitalysan. Dies ist an die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in Bezug auf Mineral- und Vitaminbedarf angepasst und stellt somit eine Deckung des Bedarfs ohne Gefahr einer Überversorgung sicher. Essentielle Aminosäuren haben außerdem einen positiven Einfluss auf die Muskulatur. Schon kleinste Mengen können den Mineralstoffbedarf des Pferdes decken.

Quellen:

  • MEYER und COENEN 2014 „Pferdefütterung“
  • FREISMUTH 2004 Inaugural Dissertation „Eine placebokontrollierte Doppelblindstudie zur Wirkung von Vitamin E und Selen auf die Muskulatur von Sportpferden“